Trauer

 

Wenn ein Mensch, der einem lieb und vertraut gewesen ist, stirbt, kann das einen Schock auslösen, selbst wenn sich der Eintritt des Todes länger ankündigt und man sich auf den Gedanken des Sterbens vorbereitet hat.

Die Schmerzen der Trauer zeigen verschiedene Gesichter. Hilfreich ist es in jedem Fall jedoch, nicht allein zu bleiben. Darum möchten wir den Betroffenen Mut machen, einen Pfarrer oder eine Pfarrerin ans Totenbett zu rufen, bevor eine Flut an Fragen und Entscheidungen im Blick auf die Bestattung einströmt. Es mögen sich Bedenken melden: "Ich kann das doch jetzt nicht tun, wo ich so lange nicht in der Kirche gewesen bin." Bitte vergessen Sie solche Einwände. Rufen Sie das Pfarrbüro an, auch in der Vakanzzeit!  Ein Pfarrer oder eine Pfarrerin kommt gerne zu Ihnen, um mit Ihnen neben der oder dem Verstorbenen zu beten und den Segen Gottes zu spenden. Gottes Segen kann trösten und stärken, die oder den Verstorbenen loszulassen und aus dem Haus zu verabschieden. Wenn dann der Bestatter kommt, fällt dieser Schritt aus Erfahrung leichter. Meist sind auch die "äußerlichen" Fragen besser zu ertragen. Die Entscheidung beispielsweise, ob es eine Erdbestattung oder Urnenbeisetzung sein soll oder ob Traueranzeigen verschickt werden sollen.

Noch immer wünschen viele Menschen in Deutschland eine Erdbestattung. Dabei finden Trauerfeier und Beisetzung nicht an verschiedenen Terminen statt, sondern Angehörige und Trauergemeinde geben der oder dem Verstorbenen unmittelbar das "letzte Geleit". In den letzten Jahren entscheiden sich immer mehr Menschen für eine Trauerfeier mit anschließender Kremation. Die Urne wird dann nach wenigen Tagen beigesetzt, meist im engsten Familienkreis. Auch hierzu können Sie einen Pfarrer, bzw. eine Pfarrerin im Pfarrbüro anfragen.

Das Grab als eine Stätte der Erinnerung, des Zwiegesprächs und der vielfältigen Gedanken ist ein Ort des Trostes. Darüber hinaus entspricht der Name auf dem Grab der Würde des Menschen, der hier bestattet ist.

Ihre Evangelische Kirchengemeinde Wyhlen